Re…- Was? Wie Sie mit Retargeting unsichere Bewerber zurückgewinnen

Sie haben gestern online geshoppt, und heute sind alle besuchten Website und der Facebook Feed voll mit genau diesen Produkten? Dann hat es Sie erwischt: Das Retargeting. Was dahintersteckt und wie Sie als Personaler es im Recruiting einsetzen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist Retargeting?
  2. Wie funktioniert Retargeting?
  3. Welche Vorteile hat Remarketing im Recruiting für Sie?
  4. Was sind die größten Retargeting-Schwierigkeiten?
  5. Wie funktionieren Remarketing-Kampagnen mit TalentBait?

 

Was ist Retargeting?

Bewerber Retargeting

Jetzt aber mal Butter bei die Fische: Was ist dieses Retargeting eigentlich? Als Retargeting (oft auch Remarketing genannt) bezeichnet man eine Kundengewinnungsmaßnahme im Online-Marketing. Diese Art von Verfolgungsverfahren, hilft Produkt- und Serviceanbietern, ihre Website-Besucher über gezielt platzierte Werbeanzeigen im Netz erneut anzusprechen. Das Ziel von Remarketing ist es also, durch gesponserte Werbeanzeigen auf sozialen Netzwerken und Webseiten, Interessenten dazu zu animieren, das Produkt oder den Service zu kaufen.

Welche Vorteile hat Remarketing im Recruiting für Sie?

Diese 5 Vorteile bieten Ihnen Retargeting Maßnahmen bei einer erfolgreichen Bewerberansprache:

  1. Sie erreichen Personen, die schon mit Ihrem Jobangebot in Kontakt gekommen sind und somit Interesse bekundet haben. Womöglich hat er sich noch nicht beworben, weil er sich in einer unpassenden Situation befand oder gerade unterwegs war.
  2. Kein Streuverlust. Die Relevanz Ihrer Retargeting-Anzeige steigt enorm, da Sie sich sicher sein können, dass die Anzeige für den erreichten Kandidaten relevant ist.
  3. Sollte der erreichte Kandidat auf die Retargeting-Anzeige nicht anspringen, sind die Kandidaten trotzdem ideale Ansprechpersonen für zukünftige Jobangebote, Ihre Fachartikel, oder Events des Unternehmens.
  4. Sie erreichen vor allem passive Kandidaten. Passive Bewerber sind oft noch ganz am Anfang des Recruiting-Funnels. Sie bleiben also Teil der gesamten Customer Journey und sind bei jedem Schritt dabei.
  5. Neben der Bewerberansprache erreichen Sie größere Präsenz und sind omnipräsent auf allen digitalen Kanälen zu sehen. Dadurch wird Ihre Bekanntheit größer. Der Firmenname sowie Ihr Branding (Employer Branding) wird gestärkt.

 

Wie funktioniert Retargeting?

Und wie funktioniert das Ganze nun? Sie kennen es vielleicht selbst: Sie gucken online nach einer neuen Winterjacke und entscheiden sich vor dem Kauf erst einmal abzuwägen, ob die Winterjacke vom letzten Jahr nicht doch noch ausreicht. Sie schließen die Shopping-Website und kochen das Abendessen. Abends auf der Couch öffnen Sie Ihre Facebook Startseite und Ihnen wird die exakt gleiche Jacke angezeigt, die Sie vor dem Kochen bei Zalando angeschaut haben. Ein Zufall oder doch Hexerei? Nein, Retargeting!

Retargeting können Sie sich auch bei Ihrer Rekrutierung von Bewerbern zunutze machen. Denn ein Großteil Ihrer potenziellen Bewerber hält sich ebenso im Internet auf und besucht dabei verschiedene Webseiten und Applikationen. Und dabei nicht ausschließlich Zalando und andere Shopping-Anbieter, sondern Ihre Karriereseite, spezifische Jobanzeigen oder einen von Ihnen veröffentlichter Blogartikel.

Dabei hinterlassen die Kandidaten einen digitalen Fußabdruck. Der digitale Fußabdruck besteht aus Daten, die bei der Bestätigung von “Cookies” DSGVO-gerecht gesammelt werden. Klickt Ihr potenzieller Bewerber beim Besuch Ihrer Website auf “Cookies akzeptieren” haben Sie also automatisch die Erlaubnis seine Daten zu sammeln.

Retargeting im Recruiting

 

Für Sie interessante Daten wären dann zum Beispiel:

  • Auf welchen Seiten ist der Kandidat online unterwegs?

  • Was sind seine Interessen basierend auf seinem Suchverhalten bei Google?

  • Ist er viel auf Jobbörsen unterwegs?

Anschließend können Sie über Werbeanzeigen Management Applikationen (beispielsweise von Google, Facebook oder LinkedIn) eine Zielgruppen-Liste erstellen, die genau diese Personen und dazugehörigen Daten enthält. Dabei werden nur diejenigen Kandidaten auf Ihrer Liste gesammelt, die Ihnen bereits ihr Interesse bekundet haben.

Retargeting

Kurzes Beispiel: Ihre Website Besucher hat also Ihre Karriereseite besucht und entscheidet sich aus irgendeinem Grund dazu, die Seite zu schließen, ohne sich zu bewerben. Da der Besucher auf “Cookies akzeptieren” geklickt hat, haben Sie nun die Berechtigung seine Daten auf einer Liste zu sammeln, die Sie dann mithilfe der Werbeanzeigen Management Applikationen für Ihre Retargeting Anzeigen nutzen können.

Nun können Sie über Tools wie den Facebook Werbeanzeigenmanager oder Google Ads, Retargeting-Anzeigen schalten, die nur den Personen ausgespielt werden, die sich auf Ihrer Zielgruppen-Liste befinden. Also ausschließlich Personen, die Ihr Interesse auf Ihrer Karriereseite bekundet haben, aber wieder abgesprungen sind.

Diese Retargeting-Anzeigen werden den Kandidaten im Anschluss dort angezeigt, wo sie sich aufhalten. Die Ausspielung Ihrer Anzeige hängt demnach von jeder einzelnen Person ab, die sie erneut erreichen wollen. Hält sich Ihr Website-Besucher oft bei www.welt.de auf, wird ihm die Retargeting-Anzeige dort ausgespielt. Hält er sich eher auf Facebook oder Instagram auf, kann er Ihre Retargeting-Anzeige dort sehen.

Dabei gilt: Sie müssen einstellen, dass Ihre Retargeting-Anzeige den Kandidaten in einem angenehmen Rahmen ausgespielt wird. Präsenz ist wichtig, aber achten zugleich darauf, dass Ihre Retargeting-Maßnahme nicht zum “Kandidaten-Stalking” wird.

Mehr Bewerber durch Retargeting

 

Was sind die größten Retargeting-Schwierigkeiten?

Wie bei so ziemlich alles im Leben gehört zu jeder Sonnenseite eine Schattenseite. Auch Retargeting kann Schwierigkeiten beinhalten.

Denn sein wir ehrlich, Retargeting ist und bleibt ein sehr technisch-zentriertes Thema. Vor allem die Pixelimplementierung ist für Unternehmen oft ein Hindernis. Dabei kommen viele Unklarheiten für die Freigabe von Daten und Umsetzungsbarrieren auf. Dazu brauchen Sie IT’ler oder andere Spezialisten, die sich mit dem Thema auskennen und sich um die Implementierung kümmern können.

Wie funktionieren Remarketing-Kampagnen mit TalentBait?

Das Thema Retargeting ist für viele Unternehmen ein kompliziertes Thema. Um Bewerber erfolgreich ansprechen zu können sind Jobanzeigen über soziale Plattformen jedoch unumgehbar.

Sollten Sie innerhalb Ihrer Firma keinen geeigneten Ansprechpartner finden, melden Sie sich bei uns und vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin mit uns. Wir sind auf das Thema Social Media Recruiting spezialisiert und arbeiten mit einer Vielzahl an Erfahrungswerten.

Was brauchen wir von Ihnen, um Retargeting-Kampagnen für Sie aufzusetzen?

  • Einen Pixel auf Ihrer Website, um Daten der Nutzer einzusammeln, denen wir Ihre Anzeige erneut ausspielen können

  • Ihr Stellenangebot, das wir bewerben (alternativ Ihre Karriereseite)

Retargeting mit TalentBait

 

Da wir bereits über 5.000 Jobanzeigen-Kampagnen geschaltet haben wissen wir, welche Bewerberkommunikationsmaßnahmen funktionieren und wie wir selbst ohne Retargeting die besten Kandidaten für Sie finden. Retargeting ist ein komplexes Problem, bei dem das IT-Team einbezogen werden muss. Da wir eine technische Lösung sind und Daten-zentriert arbeiten, schalten wir auch herkömmliche Social Recruiting Anzeigen erfolgreich auf diversen sozialen Netzwerken. Mit unserer Softwarelösung sind Retargeting-Maßnahmen also gar nicht zwingend notwendig.

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Apropos: Retargeting oft verwechselt mit Reposting

Remarketing wird häufig mit dem Begriff “Reposting” verwechselt. Aber aufgepasst: Im Gegensatz zum Retargeting, bedeutet Reposting eine erneute Veröffentlichung eines geposteten Beitrags auf sozialen Kanälen. Der Beitrag der erneut veröffentlicht, also repostet wird, kann dabei auf einer Plattform oder zugleich mehreren Plattformen veröffentlicht werden (Crossposting).

Auch TalentBait nutzt die Strategie des Repostings in abgeänderter Form. Wir reposten Stellenanzeigen unserer Kunden auf passenden Kanälen, damit möglichst viele qualifizierte Bewerber erreicht werden.